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Berühmte Patienten

Von den vielen Illenauer- Patienten wollen wir hier einige der Bekanntesten nachfolgend vorstellen.

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Bilder mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Hofstetten.

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Heinrich Hansjakob

Heinrich Hansjakob wurde 1837 als Sohn des Bäckers Philipp Hansjakob und seiner Gattin Cäcilie geborene Kaltenbach in Haslach im Kinzigtal geboren. Er war Politiker, Schriftsteller und Priester. Hansjakob hatte eine Anlage zu Nervenleiden und litt an schwere Gemütsschwankungen er verbrachte einen mehrmonatigen Aufenthalt in der Illenau. Hansjakob und Dr. Schüle waren seit seinem Aufenthalt 1894 in der Illenau eng befreundet. Bekannt wurde Hansjakob vor allem als Schriftsteller. Neben seinen wissenschaftlichen Werken, politischen Schriften und Reiseberichten verfasste er Erzählungen und Romane, die sich hauptsächlich mit der Lokalgeschichte des mittleren Schwarzwald und der Mentalität der Menschen in dieser Gegend befassen. In Achern erinnert der Hansjakob-Weg an seinen Aufenthalt in Illenau. 1916 wurde er in Hofstetten in der Gruft der Grabkapelle beigesetzt.

HH 1869

Hansjakob 1907

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Sophie v. Harder

Sophie wurde in St. Petersburg 1805 als Sophie Böthlingk geboren. Ihre Familie kam ursprünglich aus Lübeck und verkehrte schon längere Zeit freundschaftlich mit der Familie von Harder. Als junge Frau erkrankte sie an "Schwindsucht" und die Ärzte rieten ihr, nach Italien zu ziehen. Auf ihrem Weg dorthin kam sie mit ihrer Familie durch Baden-Baden, wo ein längerer Aufenthalt notwendig wurde. Sophie merkte aber, dass ihr das Klima in der Region sehr bekam, und machte sich bei Obersasbach im Schloss Aubach sesshaft. Die Familie von Harder unterhielt eine freundschaftliche Beziehung zu Dr. Roller. Sie rief ein Freigangprogramm für Patienten von der Illenau ins Leben. Sophie v. Harder starb kurz nach ihrem 100. Geburtstag und wurde auf dem Illenauer Friedhof beigesetzt.

Prinzessin Alexandra Amalie

Sie war die fünfte und jüngste Tochter von König Ludwig I. von Bayern und seiner Ehefrau Therese von Sachsen- Hildburghausen. Alexandra Amalie erblickte 1826 im Schloss Johannisburg das Licht der Welt, und war die Schwester von Prinzregent Luitpold. Sie war Schriftstellerin, und Äbtissin im Kloster St. Anna in München und in Würzburg. Sie litt an krankhafter Angst vor Berührungen, die der lange Aufenthalt in der Illenau (über drei Jahre) zwar nicht heilen, aber doch bessern konnte. 1860 gründete Alexandra in Aschaffenburg aus eigenen Mitteln die „Marien-Armen-Krankenküche“. Um den Armen und Kranken zu helfen, überwand sie ihre Furcht vor körperliche Nähe. Sie starb † 1875 an einem Herzschlag. Alexandra wurde in München in der Theatinerkirche beigesetzt.

Text un Bild, mit freundlicher Genehmigung der Stadt Aschaffenburg

Karl Julius Späth

Er wurde 1838 in Steinmauern geboren. Späth galt als Tüftler, Poet und Genie. Bekannt wurde Späth durch den Bau der astronomischen Uhr. Seine Frau ließ ihn, um eine Scheidung zu umgehen und um an das Geld von Späth zu kommen, in die Illenau Zwangseinliefern. Frau Späth nahm aber die Vorwürfe zurück, nachdem Sie schnell mittellos wurde. Karl Julius starb 1919 und wurde in seinem Heimatdorf Steinmauern beigesetzt.
Seine größte Hinterlassenschaft kann in Heimatmuseum Rasttat bestaunt werden.
 

Quelle: Gemeinde Steinmauern

Literatur: Die Geschichte der Harder Familie beschreibt das Buch von Dr. Gerhard Lötsch. „Die Liebe allein ist das Leben“

     Dr. Heinrich Hansjakob berichtet in seinem Buch „Aus kranken Tagen” über seinen Aufenthalt in Illenau.

          Originalquelle: Aus dem Nachlass von Hugo Huber. Mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Achern

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